Deutschland (Stand: Oktober 2004)


Bad Doberan - Kühlungsborn Die mittlerweile seit einigen Jahrzehnten letzte Schmalspurbahn Mecklenburgs verbindet das Städtchen Bad Doberan mit dem Ostseebad Kühlungsborn und weist einige interessante Besonderheiten auf. Bemerkenswert für eine öffentliche Schmalspurbahn sind die recht ungewöhnliche Spurweite von 900 mm sowie die große Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Am Augenfälligsten wird die Andersartigkeit wohl beim Lokomotivpark, der zum einen aus drei formschönen, wie verkleinerte 86er anmutenden 1D1-Einheitsloks von O&K aus dem Jahre 1932 sowie zwei D-Kupplern von LKM Babelsberg besteht. Die letzteren wurden einst als Rangierlokomotiven im Uranbergbau der Sowjetisch-Deutschen Aktiengesellschaft (SDAG Wismut) in Dienst gestellt und fanden erst 1959 den Weg in den hohen Norden, wo sie als Reserve- und Schneepflugloks dienen.

In einer typischen Touristenregion gelegen bietet die Bahn in der Vor-, Haupt- und Nachsaison Züge im Stundentakt, während in der Wintersaison ein Zweistundentakt zur Bedienung der Strecke ausreicht. Im Sommerfahrplan starten die Züge jeweils von beiden Endpunkten gleichzeitig und kreuzen auf dem in der Mitte der Strecke gelegenen Bahnhof Heiligendamm. Eine weitere Kreuzungsmöglichkeit besteht in Kühlungsborn Ost, die jedoch nur für Bau- und Sonderzüge genutzt wird. Das Wagenmaterial wird in Bad Doberan unterhalten, während sich die Lokeinsatzstelle in Kühlungsborn West befindet. Ein besonderer Höhepunkt der Strecke ist die Stadtdurchfahrt in Bad Doberan.

 
99.2321 im Lokbahnhof Kühlungsborn West.   Blick in den Schuppen: Reservelok 99.2331.
 
Die derzeit nicht betriebsfähige 99.2332 am Bahnsteig in Kühlungsborn West.   99.2322 bei der Einfahrt in den Bahnhof Kühlungsborn Ost.
 
99.2323 donnert mit Höchstgeschwindigkeit bei Heiligendamm in Richtung Bad Doberan.   99.2321 mit dem Gegenzug kurz hinter Heiligendamm.
 
99.2321 in den Straßen von Bad Doberan.   99.2321 am Haltepunkt Stadtmitte.
Morgentliche Ausfahrt aus Kühlungsborn West mit 99.2323.